Alles «super» entlang der SIBANO Leitung

Alles «super» entlang der SIBANO Leitung

Mit einem offiziellen Spatenstich startete am 29. April dieses Jahres das Projekt «Sibano», Fernwärme Siggenthal-Baden Nord, mit den ersten Etappen. Bis heute sind 1,5 Kilometer Fernwärmeleitungen verlegt, das heisst fast die Hälfte.

Laut Gianfranco Giampa, Projektleiter Sibano, ist bisher alles «super» gelaufen, das Wetter habe wunderbar mitgewirkt und es habe keine Staus oder sonstige Unannehmlichkeiten gegeben.

So wurden Gräben ausgehoben, Leitungen in die Gräben verlegt und verschweisst. Normalweise liegt die Temperatur im Baugraben bei etwa zehn Grad. Das Wasser, welches künftig durch ein Fernwärmeleitungsrohr fliesst, ist jedoch 100 Grad heiss. Damit es die Rohre, einmal in Betrieb, nicht «verreisst», werden diese «vorgespannt». Dabei werden sie durch aufheizen ausgedehnt, um die definitive Längenausdehnung für den Betrieb zu erhalten. Erst dann beginnt man mit dem Eindecken der Gräben. Das Vorspannen dauert meist mehrere Tage, was dazu führt, dass der Beobachter meint, auf der Baustelle werde nicht mehr gearbeitet.

Heisser Sommer sorgt für heisse Gräben

Das extrem heisse Wetter hatte jedoch seine Tücken, so Giampa. Mit den sehr hohen Temperaturen wurde es in den Gräben nämlich bis zu 30 Grad heiss. Dies erforderte grosses Berechnungs-Know how bezüglich des «richtigen Masses» an Vorspannung. Doch wurde diese Herausforderung gut gemeistert und man ist mit Sibano weiterhin auf Kurs.

Zurzeit, so Giampa, werden alle Baustellengräben der ersten Etappen wieder aufgefüllt. Der Einbau der Deckbelege auf der Kantonsstrasse erfolgt Ende September. Im Oktober werden dann die Ampeln der Obersiggenthaler Brücke wieder auf «normal» gestellt, das heisst auf rot-gelb-grün-Betrieb; dies, nachdem sie fünf Monate lang gelb geblinkt haben und der Verkehr erfolgreich mit «Winken» geregelt wurde.  

«Ertüchtigung» des Limmattaler Stegs

Am Freitag, 27. September findet im Zusammenhang mit dem Leitungsbau eine spannende Helikopter-Aktion statt: Der Abbau des 70 Meter langen Limmattaler Stegs. In sieben Etappen wird dieser auf die Wiese oberhalb des Ufergeländes der Obersiggenthaler Limmatseite geflogen und von da aus mit dem Sattelschlepper nach Oensingen in die Werkstatt gefahren. Dort wird der Steg in den kommenden drei bis vier Monaten «ertüchtigt», das heisst saniert und verstärkt. Ohne diese Massnahme, könnte die Brücke die über 15 Tonnen schweren Fernleitungsrohre, die über den Steg führen werden, nicht tragen.

Helikopter im Einsatz

Die sieben Helikopterflüge mit den je rund 10 Meter langen und 4‘000 Kilogramm schweren Brückenteilen erfordern von der Regionalwerke AG Baden einiges an Koordination. Der Helikopter fliegt in ca. 80 m Höhe über der Limmat. Das bedeutet ca. 40 m über der Obersiggenthaler Brücke, damit ist die Wind- und Lärmbelästigung auf ein Minimum reduziert. Die Sicherheit steht bei dieser Aktion für Markus Gsell, Leiter Wärme und Wasserversorgung der Regionalwerke AG Baden, an oberster Stelle. «Ein Sicherheitsdispositiv muss sorgfältig geplant und erstellt werden». Dabei denkt er an die Verkehrsteilnehmer, die über die Obersiggenthaler Brücke fahren und sich vom Helikoptereinsatz ablenken lassen, Zuschauer und Velofahrer, die neugierig sind; das Ganze muss gut durchdacht sein und bei Bedarf müssen entsprechende Massnahmen ergriffen werden, damit es zu keinen unerwünschten Zwischenfällen kommt.

Einsatzskizze für den Helikoptereinsatz vom 27.9.2019

Neue Fernwärme-Kunden

Vor dem Baustart von Sibano hatte die Fernwärme Siggenthal AG (FWS) 453 Kunden an ihrem Fernwärmeleitungsnetz angeschlossen. Mit dem Baustart wurden 64 «potentielle Anschlusskunden» im Bereich der neuen Fernwärmeleitung von der FWS angeschrieben mit der Anfrage, ob sie ihre Heizung auf umweltfreundliche Fernwärme umstellen möchten.  Bis heute haben sich zwölf Anwohner für einen neuen Anschluss entschieden. Doch die zweite Hälfte der Bauarbeiten steht erst an und wer weiss, vielleicht entscheidet sich der eine oder andere auch noch für den Anschluss an eine nachhaltige Wärmeversorgung.

Start der nächsten Etappen

Anfang Oktober werden gleichzeitig vier weitere Bauetappen (Abschnitte Landstrasse 116 – 124 und 130 – 136, hinter und vor der Argovia Tankstelle sowie die Abschnitte Haldenstrasse 1 – 9 und 25 – 41) angegangen. Ziel ist es diese bis Weihnachten fertigzustellen. 

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